MIDI für Kirchenorgel – 5

Einbau in die Orgel

So viele Platinen unterzubringen ist selbst in einen relativen „leeren“ Orgeltisch nicht ganz einfach. Wegen der besseren Zugänglichkeit bei Fehlersuche und Reparaturen entschied ich mich gegen ein Rack-Gehäuse zugunsten einer flachen aber ausladenden Anordnung fast direkt unter der rückwärtigen Wartungstüre.

Oben links ganz klein: Die Arduino-Mega-CPU mit aufgesetztem Expansion-Shield, rechts daneben der I/O-Verteiler zu den MOSFET-Platinen. Die lange Flachbandkabel führen von dort zu den Buchsenleisten, wo die Leitungen zur Orgel eingesteckt sind.

In unserer Orgel ist das 3. Manual vorhanden und elektrisch funktionsfähig, aber die dafür geplanten Pfeifen wurden nie angeschafft. Es bot sich an, zunächst dessen Tastendrücke in MIDI umzusetzen, um damit einen vorhandenen externen Tonerzeuger („Expander“) anzusteuern, der Orgelklänge über eine Verstärker-/Lautsprecher-Anlage wiedergibt.

Die Funktionsfähigkeit der Schaltung an sich hatte ich hinreichend getestet, ebenso die Software zur Umwandlung von MIDI-Befehlen in 12V-Impulse und umgekehrt. Trotzdem war es ein spannender Moment, als ich die erste Ausbaustufe in die Orgel einbaute und in Betrieb nahm.

Bis auf ein wenige Löt- und Verdrahtungsfehler funktionierte alles auf Anhieb! Man konnte auf dem 3. Manual (oder die Koppeln) über den Expander ganz „normal“ Orgel spielen. Dadurch waren Klänge verfügbar, die es bisher auf dem altehrwürdigen Instrument nicht gab.

Schnell übersieht man einmal Lötstelle!

Nach einigen Wochen des störungsfreien Betriebs installierter ich die nächste Ausbaustufe für das 1. und 2. Manual. Auch hier gab es nur minimal Verdrahtungsprobleme am Anfang. Es war schon ein etweas erhebendes Gefühl, als ich vom Laptop mit USB-MIDI-Schnittstelle eine Bach-Invention auf der Pfeifenorgel wiedergeben konnte.

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